Montag, 6. August 2012

Tag 105 - Angst vor Ärger als Motivator


von Matti Freeman
Tag 105 - Angst vor Ärger als Motivator für den Character 'Ich darf nicht ärgerlich sein' - Fortsetzung von Tag 104

Ich vergebe mir,dass ich mir erlaubt und es akzeptiert habe mich selbst zu sabotieren, indem ich mich hinter dem Charakter verstecke 'ich darf nicht ärgerlich sein' -> 'Ich habe meine Emotionen/mich unter Kontrolle' -> 'Ich bin die Ausgeglichene' und mich dadurch der Angst vor Ablehnung/vorm Alleinsein mit mir und meinen Gedanken; der Angst mir nicht zu genügen/mir selbst zu viel zu sein nicht stelle.

Ich erkenne, dass ich mich selbst sabotiere, indem ich mich der Angst vor Ablehnung/vorm Alleinsein mit mir und meinen Gedanken; der Angst mir nicht zu genügen/mirselbst zu viel zu sein nicht stelle - dadurch, dass ich mich hinter dem Charakter verstecke 'ich darf nicht ärgerlich sein' -> 'Ich habe meine Emotionen/mich unter Kontrolle' -> 'Ich bin die Ausgeglichene'.
Ich verpflichte mich dazu mich dieser Angst in der Realität im täglichen Leben zu stellen um zu sehen wie sie funktioniert und wie jeder in meiner Umgebung daran teilnimmt diese Angst und diesen Charakter als Kontrollinstanz in mir aufrecht zu erhalten.

Ich erkenne, dass ich mich selbst sabotiert habe, indem ich dem Gedanken geglaubt habe ich würde nicht an Ärger teilnehmen, indem ich ihn einfach wegdrücke - ein Schutzmechanismus des Charakters 'Ich darf nicht ärgerlich sein' -> 'Ich habe meine Emotionen/mich unter Kontrolle' -> 'Ich bin die Ausgeglichene' - und so vermieden habe zu erkennen welcher Motivator hinter dem Charakter steckt; mit dem Resultat, dass ich mich lieber in einer und als eine Rolle lebe, anstatt zu sein wer ich eigentlich bin.

 Ich erkenne, dass ich eigentlich extrem ärgerlich bin - d.h. ich erkenne, dass der Ärger in-mir, als-ich, 'an dem ich nicht teilnehmen soll', extrem groß ist. Damit erkenne ich, dass der eigentliche Motivator für den Charakter  'Ich darf nicht ärgerlich sein' -> 'Ich habe meine Emotionen/mich unter Kontrolle' -> 'Ich bin die Ausgeglichene' der ist, mich nicht in dieser Intensität dieses Ärgers wahrzunehmen, d.h. der Punkt des 'Big Bang' liegt in der Angst vor dem Ärger in-mir/als-ich und dem, was dabei herauskommt, wenn ich 'ihn ausdrücke' - wie groß wird die Explosion sein, wie fühlt sie sich an, was zerstört sie, welche Konsequenzen entstehen?

Ich erkenne, dass ich mich selbst verachte/nicht beachte und mir das durch die Verachtung des anderen vor Augen führe, indem ich mich in und als dieser Ärger 'kontrolliere' = ihn/mich unterdrücke - und ihn 'leise' in-mir, unbemerkt von mir und anderen, explodieren lasse.

Ich verpflichte mich dazu mich als der Ärger zu achten, ihn/mich nicht zu unterdrücken, sondern mich darin/als-er zu sehen, erkennen und verstehen:

Immer wenn und sobald ich dabei bin Ärger in-mir und als-ich zu unterdrücken indem ich mir sage/denke 'ich darf nicht ärgerlich werden', stoppe ich mich und atme. Ich stelle mich diesem Ärger. Ich erkenne, was ich ausdrücken will und mir bisher nicht erlaubt habe auszudrücken, weil ich mich Ideen von Perfektion/Harmonie/Ausgeglichenheit/Kontrolle unterwerfe, woraufhin dieser sich in mir ansammelt. Ich verpflichte mich dazu mich diesem Ärger in der Realität im täglichen Leben zu stellen, um zu sehen wie er funktioniert, und wie jeder in meiner Umgebung daran teilnimmt diese Angst vor Ärger und diesen Charakter als Kontrollinstanz in mir aufrecht zu erhalten.

Ich sehe, dass ich mich selbst verachte: in meinem/als mein Ärger; und mich gleichzeitig darin 'überlegen' fühle, da ich 'mich unter Kontrolle habe' und dadurch 'ausgeglichen bin', weil ich ja 'nicht ärgerlich bin'. Ich erkenne, dass das nichts mit Selbstdirektion zu tun hat. Ich erkenne die Teilnahme an der Polarität von Überlegenheit/Unterlegenheit, wobei die 'Unterlegenheit' darin liegt, dass ich mich der Angst vor Ärger unterworfen habe.

Ich erkenne, dass ich mich selbst manipuliere, indem ich der Angst vor Ärger ausweiche, indem ich sie in mir und als ich unterdrücke; ich erkenne, dass ich Ärger in jemandem ausweiche, indem ich 'ihm den Ärger ausreden will' (anderer Post) weil 'ich will, dass er aufhört'. Ich erkenne darin das Selbstinteresse in meinem Ausdruck und erlaube mir nicht jemandem 'seinen Ärger auszureden', da ich den Ausgangspunkt von Selbstinteresse darin erkenne und verstehe, dass ich gemäß meines Ausgangspunktes das ernte, was ich gesät habe. Ich erkenne, dass ich darin den Ärger des anderen persönlich genommen habe, weil ich ihm den Ärger ausreden will. Ich erlaube mir nicht den Ärger eines anderen persönlich zu nehmen; ich erkenne meinen 'eigenen' Ärger darin und verstehe, dass ich ebendiesen mir selbst ausreden will. Ich höre auf damit und atme, und verpflichte mich dazu als 'mein Ärger' zu stehen und auszudrücken was als-ich hier ist. Ich erkenne, dass Ärger als-Thema - weil ich darauf reagiere - in mir allein stattfindet und ich die Verantwortung dafür trage.

Der Punkt 'Pickel'/'Hautreaktion' folgt.

1 Kommentar:

  1. Cool, Danke! Der Punkt mit dem Big-Bang war hilfreich hier, als Motivation für Kontrolle=Angst!

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